Rega
12.06.2026
26-06-12 Bild
Bildquelle: KI-generiert
Christian
AllgemeinFreizeitGesundheitCheck-in (Zusatz)

Der Sommer kommt – und damit auch die Wanderzeit. Wer in der Schweiz wandern geht, sieht ihn früher oder später: den rot-weissen Rega-Helikopter. Die Schweizerische Rettungsflugwacht, «Rega» genannt, gehört zum Alltag in der Schweiz wie Käse und Pünktlichkeit. Die Rega rettet jedes Jahr Tausende von Menschen aus Notlagen. Gern widmen wir ihr deshalb einen eigenen News-Beitrag.

Eine Organisation mit langer Geschichte

Die Rega wurde 1952 gegründet und hat sich seither zu einer der bekanntesten Luftrettungsorganisationen Europas entwickelt. Mit rund 500 Mitarbeitenden und 14 Helikopterbasen ist sie in der ganzen Schweiz präsent. Das Ziel dabei: Kein Punkt des Landes soll weiter als 15 Flugminuten von einer Basis entfernt sein. Je nach Wetter und Gelände darf man somit nach einem Notruf mit rascher Hilfe rechnen.

Finanzierung durch Gönnersystem

Die Rega ist als gemeinnützige und private Stiftung organisiert und finanziert sich hauptsächlich durch Gönnerbeiträge, aber auch durch andere Einnahmequellen wie Nachlässe oder die Verrechnung ihrer Rettungseinsätze an Kranken- und Unfallversicherungen.

Rund 3.7 Millionen Menschen – mehr als 40% der Schweizer Bevölkerung – sind Gönner der Rega, übrigens auch wir. 😊 Als Gönner spendet man einen jährlichen Beitrag (aktuell mindestens 40 CHF pro Person) und wird damit Mitglied der Rega. Gerät man als Mitglied in Not und muss durch die Rega gerettet werden, kann die Rega den Teil der Rettungskosten, der nicht durch andere Stellen wie Kranken- oder Unfallversicherungen gedeckt ist, ganz oder teilweise erlassen. Und da viele Menschen in der Schweiz sehr aktiv in den Bergen unterwegs sind, gehört die Rega-Mitgliedschaft in vielen Haushalten fest dazu. Denn wer möchte schon eine Luftrettung bezahlen müssen? Die Rega bietet also ein interessantes Modell zwischen Versicherungslogik und Spendenkultur.

Hightech in der Luft

Die Rega setzt auf moderne Technik: Sie verfügt über 21 Helikopter, die auch Einsätze bei Nacht und schlechtem Wetter ermöglichen, unterstützt durch Nachtsichtgeräte und Autopilot-Systeme. Drei Ambulanzjets ergänzen die Flotte für internationale Repatriierungen – also den Transport von Erkrankten oder Verunfallten aus dem Ausland zurück in die Heimat.

Zahlen, die überraschen

Im 2025 kam die Rega auf mehr als 20’000 Rettungseinsätze – das sind mehr als zwei pro Stunde! Interessant dabei: Nicht alle finden in den Bergen statt. Ein erheblicher Teil der Einsätze betrifft das Mittelland und städtische Gebiete, was das typische Bild der Rega als reine Bergrettungsorganisation etwas zurechtrückt. Und ja, gelegentlich hilft die Rega auch Tieren in Not – offiziell ist sie zwar nur für Menschen zuständig, doch in der Praxis verschwimmt die Grenze manchmal. So etwa in einem spektakulären Fall, als die Rega 14 Rinder aus einem Wasserschutzdamm in Graubünden rettete.

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